Wissenswertes im Alltag

Soooo, da bin ich wieder – diesmal völlig entspannt und vollgefressen (hab mir jetzt nach Webprogrammierung erstmal 2 fette Sweet-Chilli-Chicken-Burger reingezogen und ne Fanta Orange, die is hier neon-orange und schmeckt zehntausendmal krasser wie die deutsche Fanta – genialst natürlich :D).

Ich hab mir jedenfalls gedacht ich schreib jetzt mal eher so generell, da es in den letzten 2 Wochen bis auf ein paar Ereignisse nichts besonders Erwähnenswertes gibt. Ich habe mich mittlerweile eingelebt, sprich ich hab einige Sachen gelernt die ich jetzt einfach mal aufliste:

  • Haustüren werden hier in die entgegengesetzte Richtung aufgesperrt (sprich ich armer Deutscher bin fast nicht reingekommen, da ich unsere nach rechts gehende Haustür natürlich auch mit Schlüsseldrehung nach rechts aufsperren wollte)
  • es gibt keine Ozonschicht, was man auch sehr deutlich merkt. Für ein europäisches Bleichgesicht wie mich heißt es hier 30+, und zwar auch wenn es bewölkt ist (zumindest das Gesicht) – man bekommt hier bei wolkenlosentagen nach 15min bereits Sonnenbrand, welcher sich auch nicht so auskurieren lässt, da man ja jeden Tag raus muss! Daher ist neben den morgendlichen Aufgaben im Bad nach dem Zähneputzen eincremen dran, besonders die Nase, unter den Augen, Genick und ganz wichtig die Fußoberseiten, wenn man will auch noch mehr auf den Flip-Flop Streifen, damit dieser dann extraweiß rauskommt 😀

  • Wolken + Flip-Flops = Regen, was ich leider echt oft hinbekomme (Flip-Flops heißen hier “Thongs” und verhindern als Tourist identifiziert zu werden. Australier sind nur damit oder sogar barfuß unterwegs.)

  • Wurst ist abgepackt 3x teurer als frisch von der Fleischtheke, beim Obsthändler ist das Obst billiger als im Supermarkt – wie man da hätte drauf kommen sollen ist mir völlig schleierhaft
  • Eis oder auch “Gelato” (sprich Jelatoooow) ist hier schweineteuer, ich spreche hier von 5,40$ pro Kugel – klug ist der der weiß dass es bei Mackers (MacDonalds) die “Soft Serve Cone” für 50cent gibt – das ist ne Mischung aus Soft- und normalem Milcheis, schmeckt saugeil und mein bisheriger Rekord steht bei 6 Stück innerhalb von 2 Stunden 😀
  • Aussie-Brekkie oder auch australisches Frühstück ist hier typischerweise Toast oder French-Toast mit Egg und Bacon – da ich ja Eier, Speck und in Ei gewendeten angebratenen Toast über alles liebe bin ich froh, dass es hier die guten alten Cornflakes (die hier komischerweise anders ausguggn) mit Milch und Nutella gibt. Unschlagbares Angebot: 7,50$ / 1kg bei K-Mart – zuschlagen! 😀 Sollte das gute Nutella – nicht ganz wie im deutschen Original im Plastikglas – mal leer sein, gibt es hier einen guten alten Bekannten aus den USA – den Philadelphia Cream Cheese!

  • Check deine Umgebung! In Australien gibts auch mehr Viecher als einem lieb sein kann, da kannst schon mal passieren dass sich während man auf dem weißen Thron sitzt von oben ne Spinne abseilt die bei einem durchschnittlichen Europäer einen mittleren Schreikrampf auslöst, was angesichts der Ausgangslage dann auch in der Tat eine beschi**ene Lage ist 😀
  • Regen kühlt nicht runter – tja, wer hier meint dass ein Regenschauer wie im deutschen Sommer gute 5°C kältere Temperaturen mit sich bringt hat sich hier geschnitten. Selbst heute – bewölkt mit vereinzelt Schauern – hat es 26-27°C. Die Schauer sind hier auch anders, es kann innerhalb von 5sek zu regnen beginnen, und zwar so dass man nach 2 Minuten nass bis auf die Unterwäsche ist. Genauso schnell vergeht der ganze Spaß auch wieder, sprich wenn man Pech hat kann man wegen dem einzigen Regenschauer des Tages trotzdem Ich-komm-grad-aus-der-Dusche-nass werden!
  • Wer meint die Italiener fahren wie die Irren, der war noch nicht in Australien! Ich war mir bereits bei meinem Abholservice vom Flughafen bei meiner Ankunft nicht sicher ob die Geschwindigkeitsbegrenzungen jetzt in mph oder kmh waren, dieser Eindruck war aber nur der erste! Die Busfahrer hier fahren so krass dass man sich (ungelogen!!!) bei einem Sitzplatz festhalten muss um nicht in der nächsten Kurve aus dem Sitz katapultiert zu werden. Und was manche Busfahrer hier als normales abbremsen praktizieren erinnert mich eher an die Notbremsung wie man sie in der Fahrschule gelernt hat (was für mich heiß aufpassen, da die Stangen an denen man sich oben festhalten kann bei mir ja alle auf Nasenhöhe sind). Was an den Busfahrern jedoch toll ist (mal ausgenommen davon dass 10-15min Verspätung hier als pünktlich gilt) dass man sie alles fragen kann und sie sich für die Beantwortung deiner Fragen alle Zeit der Welt nehmen – selbst wenn der Bus halb platzt, 20 Fahrgäste bei strömenden Regen auf den Einstieg warten oder wenn er eh schon 20min zu spät ist.

Tags: , , , , , ,

1 Response to "Wissenswertes im Alltag"