Great Ocean Road-trip to Melbourne baby! (NEU bis Tag 6/9)

Haha jawoll, ihr seht richtig, es ist endlich soweit!!!
Zugegebenermaßen, der letzte Blogeintrag is schon wieder scheisslang her (entschuldigt bitte meine Ausdrucksweise), aber hier geht momentan echt gut der Punk ab! Der April ist schon fast wieder vorbei – 9 Tage sind schon mal im Urlaub draufgegangen, dann hieß es auch schon Dauerprogrammieren für Web Programming und Schuften für die anderen Fächer. So gesehen ganz angenehm, im Vergleich zu Deggendorf ist hier nämlich alles ein bisschen verteilt übers Semester – und dadurch dass es deutlich mehr als eine Note gibt isses auch ned so tragisch wenn man mal eine versemmelt hat… was mit aber nicht passiert ist, der vor der Easter-Break eingereichte Report in Userinterface Design hat mir satte 13 von 16 möglichen Punkten eingebracht, was bei einem Kurs-Schnitt von 10,75 mit fast ausschließlich australischen Studenten nicht so schlecht ist für einen Oberpfälzer wie mich, ha? 😀

Jaaa, ich weiß, ihr seids scho ganz heiß auf die Bilder und mein Geschwafel zum Trip, drum spann ich euch etz mal ned länger auf die Folter!

(Kar-)Freitag, Tag 1 – Anreise

Nach einer Stunde Busfahrt haben Johan (Schweden), Katharina (Deutschland), Nicolas (Frankreich) und ich (Bayern) Gold Coast Airport erreicht – bei draußen gefühlten und wahrscheinlich auch echten 30°C+. Da man sich auf Surfline Busse ja nich verlassen kann (manchmal kommt einer gar nicht oder Verspätungen zwischen 10-40min sind normal, 10min das Minimum!) haben wir natürlich schon 2 früher genommen und hatten dann ewig Zeit bis zum Abflug. War mit ganz recht, ich hatte vor lauter Bericht schreiben für User Interface seit dem Vortag mittags nix mehr gemampft, am Abend davor mit etwas mehr als 2 Bierchen auf der Toga-Party mit Hailey noch gefeiert und dann ohne Frühstück (Packen muss man ja auch noch irgendwann) den Bus erreicht. Einen Caesar-Salad (natürlich mit Chicken) und 2-3 Soft Serve Cones später wars dann auch soweit, bei wolkenlosen Queensland-Himmel das JetStar Flugzeug besteigen das mir in den 2 Stunden mit der Tiefkühl-Klimaanlage meine Erkältung verpasst hat!

Dafür gabs zur Belohnung Halsschmerzen aber auch die wohl bisher butterweichste Landung die ich je mit einem Flugzeug hatte – welcome to Adelaide!
Flight Centre ist das Reisebüro über das wir gebucht hatten, also sowohl die Flüge als auch das Mietauto. Da wir ja alle unter 25 sind und das mehr als bekräftigt hatten und das üüüüüberhaupt kein Problem wäre ist uns dann am Flughafen beim Mieteautoschalter die Kinnlade runtergeklappt als wir dann natürlich sehr wohl nochmal Aufpreis zahlen mussten. Bei 2 Fahrern – Nicolas und mir – machte das schlappe 352$ Aufpreis, was gut 90% unseres eigentlichen Mietpreises entsprach. So ein schei** Verein!!!

Nur nicht den Urlaub versauen lassen, weiter gings. Das Auto war in Ordnung und größer als erwartet – ein neuer Toyota Corolla! Nicolas fuhr als erster (zur Sicherheit erst 2 Runden auf dem Parkplatz) und dann führte uns mein iPhone mit TomTom Australia ziemlich schnell zum Hostel.
Im Verlauf des Trips lernten wir das Apfeltelefon sehr zu schätzen, so haben wir uns doch etliche Stunden mit Umwegen und Kartenlesen gespart.

Das Hostel entpuppte sich als Hostel/Motel, da wir aber upgegradet hatten bekamen wir ein 1a 4er Zimmer, sehr sauber und komfortabel. Es gab allerdings nur 2 Einzel und ein Doppelbett. Nicolas und ich hatten damit aber keinen Stress und haben bevor es überhaupt zur Diskussion stand freiwillig das Doppelbett übernommen. Der Arme! Hat leider n paar mal meinen Ellenbogen im Gesicht ghabt und wurde immer halb aus dem Bett geschmissen wenn ich mich mal gedreht hab. Tja… 😀 Schnell nochwas essen – Australian Pizza Place, Name vergessen, aber jedenfalls supergünstige leckere Pizzen, eine Regular, zwei Large und eine Family (für mich) – und dann gings auch schon ins Bett für:

(Kar-)Samstag, Tag 2 – Kangaroo Island
Während des gesamten Trips sind wir immer vor 7 aufgestanden, was mir als absoluter Morgenmensch natürlich immer voll getaugt hat. Nichtsdestotrotz gings auf, ich war an der Reihe mit Fahren… AWESOME! Linksverkehr is gar nich so schwer wie alle behaupten, und das der Blinker rechts is hab ich sofort auf die Reihe gekriegt. Tadaa! Ca. 130km auf nach Cape Jervis und dann hieß es warten auf die Fähre – alle Mann raus, nur der Fahrer fährt das Auto drauf. Klasse, also erstmal in die Schlange und ein letzter Blick auf die anderen.

Dann war ich an der Reihe – ich sollte erst mal auf die Seite fahren “You’re a small one Mate, congrats” – was so viel hieß wie ich pass in die enge Seitengasse der Fähre wo ich das Vehikel mit dem Lenkrad auf der falschen Seite reinzirkeln durfte, ein Spaß! Da ich aber im Reinzirkeln ja Übung hab (man erinnere sich an meinen Tschinkwe für den keine Parklücke zu klein war!) hab ich es auch an Board geschafft und schließlich nach 2 Stunden statt 45min wegen eines technischen Problems im Maschinenraum mit der Truppe Kangaroo Island erreicht – Fahrerwechsel!

Da dieser Blog-Post eh schon gigantische Ausmaße erreichen wird erzähl ich jetzt alles kurz in einem Absatz und knitsch dann alle Bilder auf einmal rein! Wir sind die Insel von rechts nach links abgefahren und haben auf rund 300km Weg bei mehreren Stationen Halt gemacht: Zuerst mal in Parndana (einem kleinen Kaff), auf denen ich wohl das teuerste Toast-Sandwich meines Lebens gegessen habe: 4,20$ pro Sandwich! Und ich war nicht mal ansatzweise satt… Drum hab ich mir auch noch ne Riesentüte Schokocookies danach reingeschmissen 😀 Komischerweise kann ich mich echt gut ans Essen zurückerinnern, anhand dessen kann ich eigentlich den Trip nur rekonstruieren! 😀

Danach gings erstmal in den Flinders Chase National Park, wo wir dann gerade mal 7$ Wegzoll löhnen mussten – obwohl unsere Queenslander Student ID hier gar nicht gilt – nett die Australier! Und auf zu den Remarkable Rocks (des sind die cool geformten Felsen, wer hätte das gedacht…), Admirals Arch (wg. dem Bogenfelsenteil, allerdings wohl eher wegen der Seerobben bekannt) wo es dann auch noch nen schönen Leuchtturm gab und dann über die andere Route den Vivonne Bay als Kurzstop mitgenommen zurück nach Penneshaw, wo die Fähre zurückging.

(Oster-)Sonntag, Tag 3 – Dolphin Swim, Adelaide & Glenleg
Tja, ihr habt daham nach Ostereiern gesucht, wir nach Delfinen! Wir sind mal wieder früh morgens aus den Federn und haben uns zum Hafen aufgemacht um den halben Ostersonntag auf einem Katamaran bzw. hinter dem Boot im Wasser zu verbringen. Glück muss man haben, das Wetter war Bombe und die Delfine waren echt nah, das beste war echt wie mir ein Flipper keine 2-3m unter mir mal vorbeigeflippert ist!

Wir sind dann um 12 Uhr mittags wieder am Hafen gewesen und somit noch den Rest des Tages Zeit Adelaide zu erkunden! Doch erstmal Lunch bei Nando’s! Die edlere Fastfoodkette ist portugiesisch, man bekommt da sehr gute Wraps mit ner Soße die so ähnlich wie Pitu heißt und ich ständig vergess 😀

Downtown Adelaide war jetzt weniger spektakulär, was sich gerade angesichts der schlichtweg nicht vorhandenen Bildern davon (trotz insgesamt 2500 Bildern von uns allen zusammengeworfen) zeigt. Wir wussten nur dass Adelaide nen coolen Botanischen Garten hat – so sind wir dahin aufgebrochen. Auf dem Weg haben wir noch zwei Police Officers gefunden, einen schottischen Inlineskater und Nicolas und ich haben sogar unser Easter-Bunny in blau gefunden! 😉

Den botanischen Garten haben wir dann doch irgendwann gefunden, davor war auch ein normaler großer Park, in denen Aussi Families mit der ganzen Meute ihren Ostersonntag verbracht haben – find ich ziemlich cool, in Deutschland würd kein Mensch auf die Idee kommen mit seiner ganzen Verwandschaft, Picknickzeug, 2 Eskies (Kühlboxen) und Tonnen an Essen in den Park zu gehen!

Nach dem ganzen Rumlaufen, am Vortag Kangaroo Island und dann noch Dolphin Swim hats und schlichtweg total zerlegt – und wir haben einfach mitten im Park gepennt (Johan nur gedöst und sich dann mit Kamera in der Hand köstlichst über unsere totale Weggetretenheit gefreut)…

Schweinerei! Naja, wir hatten danach jedenfalls immer noch Zeit und sind dann kurzerhand aufgrund eines Tips eines älteren australischen Ehepaars das wir in der Tram getroffen haben nach Glenleg gefahren, was sich als total geniale Shoppingmeile herausgestellt hat und desweiteren dank Meernähe einen wunderschönen Sonnenuntergang und somit ein perfektes Ende für den Tag gesetzt hat! Ach ja, Familienpizza gabs auch nochmal 😀

(Oster-)Montag, Tag 4 – On the Road & Mount Gambier
Ums mal kurz zusammenzufassen: in Mount Gambier gibts eigentlich nix bis auf den “Blue Lake”, der ist dafür aber echt… blau? 😀 Wie auch immer, wir sind natürlich um das Teil komplett rumgelatscht und hatten trotzdem unseren Spaß! Auf dem Weg dahin haben wir Halt in einem kleinen Städtchen gemacht und uns dort bei Red Rooster Verpflegung besorgt – sowas wie Wienerwald!

Dienstag, Tag 5 – Grampians National Park
Nach einigen Stunden Fahrt sind wir am 5. Tag im Grampians National Park angelangt. Während der ganzen Reise haben wir jeden Visitor’s Centre besucht, sowas wie ne Touri Information. Man bekommt kostenlose Karten, Tips wo man auch mal etwas günstiger essen kann (für Backpacker oder arme Studenten wie uns :D), was man im Grampians National Park mit nur eineinhalb Tagen Aufenthalt machen kann und wo man hier einen günstigen Schlafplatz findet.

Dieser war dann gleich über die Straße hinter dem Visitors Centre, Ned’s Beds. Der Australier an der Rezeption war gut zu Scherzen aufgelegt, eigentlich ständig, so haben wir auch auf die Frage nach einem Schlüssel für unser 6-Mann Zimmer das wir alleine zu viert hatten nur ein “warum?” bekommen – aber den Schlüssel danach doch.

Ned’s Beds bestand aus mehreren Bungalow artigen Häusern, in der Mitte ein Garten und darin 2 fette BBQs – genug Fast Food und Pizza, wir wollten diese Gelegenheit nutzen um zu Grillen! Also zum Supermarkt, Fleisch, Knoblauchbrot und allerlei anderes Grillzeugs gekauft, 2 Sixpacks Bier und ab damit in den Kühlschrank, wir wollten ja den restlichen Tag noch nutzen.

Also auf zu den Mackenzie Falls mit Lunchpaket! Ich bin zu der Zeit gefahren, und das war echt das kurvigste was ich bisher selbst in meinem Leben gefahren bin – aber dadurch wenigstens nicht einschläfernd! Wir haben uns dann entschieden erstmal die 2. Route zum Lookout hochzuwandern (wo wir dann auch unsere Sandwiches machten und aßen) und danach die unzähligen Stufen runter zum eigentlichen Wasserfall (die ich dann natürlich auch wieder hochmusste – schnauf!). Zu allem Überfluss hats dann natürlich auch noch zum Regnen angefangen, aber das war uns dann auch schon egal – lediglich meine Kamera musste bzw. durfte im Trockenen bleiben und kam nicht stark zum Einsatz. Aber seht selbst…

Danach gings dann nass (aber zumindest mit trockenen Haaren) weiter durch den Park zu nem Aussichtspunkt, der aber aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse ned die bombastische Aussicht hergab die es wahrscheinlich bei Sonnenschein gegeben hätte, stattdessen haben wir dann n Fabi als Mary Poppins Bild geschossen und versucht den Vulkansee oder was auch immer in der Ferne zu erspähen (waren erst auf der falschen Seite :D).

Danach gings zurück zum Hostel und was soll ich sagen – der Regen wurde zum Monsun, und da keiner Lust hatte sich bei dem Wetter unter den nur halb geschützten BBQ in eine Riesenpfütze zu stellen wurde es kurzerhand zu einem Indoor-BBQ – das Zeug musste ja irgendwo essbar gemacht werden! Und der Laune tat das auch keinen Abbruch, da es immer noch eine willkommene Abwechslung zu Fast Food war! Der Abend klang also gemütlich im Wohnzimmer aus und bei Regengeprassel auf dem Dach (erinnert mich an daham, wir haben ja auch n Wellblechdach) bin ich dann mal wieder total tot schnell eingeschlafen =)

Mittwoch, Tag 6 – Känguruh & Great Ocean Road
Nach dem lecker Fresschen vom Vorabend waren wir dann mal ausnahmsweise mal bis 8 Uhr im Bett, wir hatten Zeit. Zur Debatte stand noch ein 2 stündiger Ausritt im Grampians National Park mit Pferden, aber es machten uns neben dem unsicheren Wetterverhältnissen 2 Dinge einen Strich durch die Rechnung: Ich überschritt mit meinen 105kg das zulässige Maximalgewicht um 5kg und nach einem kurzen Anruf hat sich herausgestellt das an dem Tag überhaupt keine Ausritte erfolgen! Da es sich vormittags sowieso am besten fahren lässt sind wir kurzerhand Richtung Great Ocean Road aufgebrochen.

Die Überraschung schlechthin war dann ein echtes wildes Känguruh am Straßenrand – schnell rein in die Kreuzung und die Kameras gezückt, es hat aber für etliche Minuten hergehalten so dass alle ein sehr zufriedenstellendes Foto mit dem inoffiziellen Nationaltier machen konnten! Saucool! Nix Zoo hier, das hat die Enttäuschung von Kangaroo Island hinweggewischt (von der Insel hätte man ja wenigstens eins der Tiere auf der Bildfläche erwarten können!).

Der weitere Verlauf der Fahrt war eher unspektakulär, bis wir dann auf die B100 kamen, deren wohl bekannterer Name Great Ocean Road ist! Unser Tagesziel war Port Champell, was etwas größer aussah auf der Karte und somit nahe der 12 Apostel (Felsenformation!) einen guten Ausgangspunkt ergab. Auf dem Weg dahin haben wir die London Bridge (ich denke die sollte jeder erkennen) mitgenommen, vor der wir auch ein Gruppen-Sprung-Foto gemacht haben!

QUIZ-FRAGE
Welches Marke eines australischen alkoholischen Getränks stellen wir dar?
Teilnahme nur für nicht in Australien befindliche Personen, Preis ist wie immer eine 13.000km weit gereiste Postkarte! Tipp: Es ist nicht Fosters!

Nach London Bridge sind wir nach Port Champell, wo wir wieder in der überaus hilfsbereiten Touri Information unseren Schlafplatz vermittelt bekommen haben. Diesmal handelte es sich um ein Motel, welches kleine Hütten/Bungalows bereithielt, für ein Teil pro Nacht 100$ – was angesichts der Ausstattung, den 7 Schlafplätzen und dem bis an die Zähne mit Handtüchern bewaffnetem Bad absoluter Luxus zu Schleuderpreisen war!

Also schwuppdiwupp Lebensmittel ab in den Kühlschrank und auf zu den 12 Aposteln so lange es noch hell ist.
Da wir dann da aber auch nicht mehr die Welt gesehen haben beschlossen wir am nächsten Tag nochmal zu kommen und haben dann den Abend bei den wohl schrecklichsten Fish&Chips (bzw bei mir Steak&Chips) zu Ende gehen lassen – man kann nicht immer Glück haben!

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4 Responses to "Great Ocean Road-trip to Melbourne baby! (NEU bis Tag 6/9)"

  • Micha mum says:
  • tom says:
  • Martin says:
  • Dani aka Rudi says: